Start eines neuen Leseclubs in der Fuldaer Innenstadt

16-10-11-7-stiftung-lesen-leseclub-slogan

Geburtshaus & Familienzentrum e.V., 16.01.2017

Gemeinsam haben die Domschule Fulda, die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB) am Standort Heinrich-von-Bibra-Platz und der Geburtshaus und Familienzentrum e.V. einen neuen Leseclub in der Innenstadt initiiert. Schülerinnen und Schülern von der 1. bis 6. Klasse wird mit ihm nicht nur die Welt der Bücher und Medien geöffnet.

Schüler mit Sozialisation in der Bundesrepublik und Schüler mit Migrationshintergrund, die erste Spracherfahrungen machen, entdecken gemeinsam die Vielfalt der Kinder- und Jugendliteratur und welche vielfältigen und kreativen Unterstützungsmöglichkeiten es dabei mit anderen Medien (z. B. Tablets und Smartphones) gibt. Sie können sich gegenseitig unterstützen und „ihren“ Leseclub aktiv mitgestalten.

Dem Geburtshaus & Familienzentrum e.V. obliegt die Koordination des Leseclubs. Die HLSB Fulda bietet Veranstaltungen zur Leseförderung an und stellt die Infrastruktur bereit, in welcher die Schülerinnen und Schüler in anderem Rahmen als in der Schule Lesen und Medien begegnen können. Die Domschule Fulda mit ihren Schülern, Eltern und dem Kollegium ist der dritte Partner im Club. Alle drei Partner aus dem „Sozialraum“ Innenstadt eröffnen primär den Schülerinnen und Schülern der Domschule ein neues Angebot der Leseförderung, welches außerhalb des Schulgeländes und in gänzlich anderer Atmosphäre stattfindet. Bei genügend hohen Anmeldezahlen kann eine Grundschulgruppe und eine Gruppe für die Sekundarstufe gebildet werden.

Die Partner wollen den Schülerinnen und Schülern aufzeigen, wie Vielfältig die „Welt des Lesens“ ist und Anreize schaffen, sich für Bücher zu interessieren. Unterstützt wird dieser Prozess mittels aktueller Medien und Technologien. Weitere Ziele sind Förderung der Lesestetigkeit, Textverstehen und Textverarbeitung. Mit differenzierten Methoden und Herangehensweisen sollen vor allem auch Schüler mit Migrationshintergrund leichter an die deutsche Sprache, die Kultur und das Lesen herangeführt werden.

Der Leseclub wird unterstützt durch die Stiftung Lesen. Seit 1988 entwickelt sie zahlreiche Projekte, um das Lesen in der Medienkultur zu stärken. Dafür hat die gemeinnützige Organisation viele Medienpartner und Kultursponsoren gewonnen. Traditionell steht die Stiftung Lesen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Auftakt für den Leseclub ist der 08. Februar. An diesem Tag können die Schülerinnen und Schüler an einem Schnuppertag die Angebote des Leseclubs und die Umgebung der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek kennenlernen.

Schnupperangebot: Biodanza – Die Kraft der Intuition

16-10-11-7-leitner-biodanza-bild-6

Biodanza – „Die Kraft Ihrer Intuition“: Schnupperstunde am Samstag, 28. Januar 2017, 10 – 12 Uhr

Der Ursprung allen Lebens sitzt tief verankert in unserer Biologie. Die ersten Bewegungen die wir vollführen, umgeben von einer wärmenden Hülle bis wir geboren werden, erfahren wir im Mutterleib. Die Blüte unserer Existenz mit all unseren Potentialen entspringt aus dem Vertrauen ins Leben. Die Sprache unserer Intuition zu verstehen und Ihr zu vertrauen, hilft uns, unser Leben selbst zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Dieser Kurs gibt Ihnen die Möglichkeit in die Welt Ihrer Gefühle einzutauchen und ihnen durch den Tanz Ausdruck zu verleihen.

Leitung: Stephanie Leitner

Kosten: keine

» Für diesen Termin online anmelden

Wenn das Lernen etwas schwerer fällt – Wir erweitern unser Angebot

Quelle: Fotolia

Quelle: Fotolia

Geburtshaus & Familienzentrum e.V., 24.06.2016

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und sowohl Schüler wie auch Eltern freuen sich auf die Sommerferien. Schule und Lernen ist nicht selten ein Konfliktthema in der Familie. Denn manchen Schülern fällt es einfach ein wenig schwerer zu lernen. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Vor allem, wenn es Probleme beim Lesen und Schreiben gibt, hat das für die betroffenen Kinder größere Auswirkungen. Denn Lese- und Schreibkompetenzen sind in allen Fächern gefragt. Die Schulen bemühen sich darum die Kinder entsprechend zu fördern, aber manchmal ist diese Unterstützung nicht ausreichend. Hier setzt ab September das neue Angebot im Geburtshaus und Familienzentrum an. „Gemeinsam mit der PAIDEIA Lernwerkstatt aus Schlüchtern wird es verschiedene Angebote rund um Bildung, Lernen und Pädagogik geben“, so Michael Möller, Geschäftsleiter der Einrichtung. „Nicht alle Kinder, die Schwierigkeiten mit dem Schriftspracherwerb haben, haben eine Legasthenie oder eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Die Kinder können mit entsprechender Förderung den Anschluss an die Klassengemeinschaft erreichen“, erklärt Melanie Euler, Inhaberin der „Praxis für Lerntherapie & Pädagogik“ in Schlüchtern. „Lernprozesse sind sehr komplexe Vorgänge, die durch zahlreiche Faktoren gestört werden können.“ Die Bildungswissenschaftlerin und Integrative Lerntherapeutin bietet Hilfe und Unterstützung bei Lernschwierigkeiten an. Diese reicht von Lernberatung, Elterncoaching und individueller Förderung bis zur Durchführung einer integrativen Lerntherapie. „Mir ist es sehr wichtig, die Probleme nicht symptomorientiert zu behandeln, sondern das Kind und sein Umfeld ganzheitlich in den Blick zu nehmen. In der Lerntherapie wird gemeinsam mit den Eltern festgelegt, wie das Kind gefördert werden kann. Dazu wird zunächst der aktuelle Lernstand erhoben und darauf aufbauend die Lerninhalte Schritt für Schritt aufgebaut.“ Melanie Euler, die auch als Förderlehrerin an einer inklusiven Ganztagsgrundschule tätig ist, möchte die Stärken der Kinder nutzen und auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Ab September wird es im Geburtshaus und Familienzentrum zunächst fünf Therapie- und Förderplätze geben. Daneben sind weitere Angebote wie Englischkurse, Lerntraining und das Marburger Konzentrationstraining geplant. „In den Kursen vermitteln wir Lernmethoden und Strategien, die das Lernen strukturieren und vereinfachen. Außerdem versuchen wir nicht mit klassischen Methoden zu arbeiten, sondern Erkenntnisse aus der Gehirnforschung zu nutzen“ so Melanie Euler. Die Englischkurse werden von einem muttersprachlichen Engländer gegeben, der nicht nur Lehrer, sondern auch Musiker und Schauspieler ist. So werden diese Elemente in die Kurse mit eingebunden.

Weitere Informationen zum Angebot erhalten Sie auf den Seiten www.geburtshaus-fulda.de und www.fulda-lernwerkstatt.de.